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Die traditionelle chinesische Medizin ist seit 2500 Jahren bekannt und wird auch die sanfte Medizin genannt. Sie bekämpft nicht nur Symptome, sondern sucht auch nach der Ursache einer Krankheit und leistet so als Ergänzung zur klassischen Schulmedizin einen wichtigen Beitrag in der Gesundheitsversorgung.
Akupunktur
Akupunktur ist die bekannteste Therapieform der Chinesischen Medizin in Europa. Zur Akupunktur benötigt man Nadeln unterschiedlicher Länge und Dicke, um das Qi zu beeinflussen. Beim Einstechen der Nadeln an ganz spezifischen Punkten stimuliert der Therapeut das Qi und harmonisiert das Gleichgewicht von Yin und Yang. Die Hauptindikation der Akupunktur und ihre besondere Wirksamkeit liegen in der Behandlung von schmerzhaften Erkrankungen und bei funktionellen und psychosomatischen Störungen im weitesten Sinn. 70-80% der Patienten, die im Westen mit Akupunktur behandelt werden, leiden an chronischen Schmerzen. Bei den schmerzhaften Erkrankungen stehen Migräne, chronische Kopfschmerzen und Trigeminusneuralgie im Vordergrund. Weiter sind Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Nacken- Schulterverspannung, Kreuzschmerzen, Schmerzen bei Arthrose oder Tennisellbogen häufige Indikationen. Zu den inneren Erkrankungen zählen Asthma, allergische Rhinitis, Gastritis, Magengeschwüre, irritables Colon, Schlafstörungen, Tinnitus, Menstruationsprobleme, Menopausen Syndrom.
Chinesische Heilkräutertherapie
In der chinesischen Heilkräutertherapie sind die Heilkraft von etwa 1000 verschiedenen Pflanzen und Tieren bekannt. Davon werden etwa 500 regelmässig benutzt. Die in die Schweiz importierten Pflanzen und Tierteile (sehr selten angewandt) sind einer genauen Kontrolle durch den Staat unterworfen. Es dürfen nur kontrollierte Kräuter verkauft werden. Im Handel sind Rohkräuter, Tropfen, Granulate (Pulver) oder Kapseln erhältlich. Je nach Krankheitsbild oder Geschmack des Patienten werden vom Therapeuten die eine oder andere Darreichungsform gewählt. Die Heilkräuter unterstützen und ergänzen die Wirkung der Akupunktur in sinnvoller Weise, da diese täglich eingenommen werden und so den Körper in seiner Selbstheilung unterstützt. Seit Jahrtausenden verschreiben die Chinesen Rezepturen mit Heilkräutern, die je nach Krankheitsbild unterschiedlich zusammengestellt werden, Dabei werden die Wirkrichtung und das Temperaturverhalten der Pflanzen harmonisch ausgeglichen. Durch Jahrhunderte lange Beobachtung und Forschung sind die Wirkungen und Nebenwirkungen der einzelnen Kräuter und ihre gegenseitige Beeinflussung bekannt. Die Rezepturen werden im Laufe einer Behandlung ständig dem aktuellen Krankheitsbild angepasst.
Schröpfen
In Glaskugeln wird ein schwaches Vakuum erzeugt und diese dann auf die verspannten Stellen am Körper aufgesetzt. Durch Verschieben der Glaskugeln wird eine massageähnliche Wirkung und Stimulation der betroffenen Körperregion angeregt. Die Haut und die darunter liegenden Schichten werden wieder besser durchblutet und Verspannungen lösen sich.
Moxibustion
Zur Moxibustion verwendet man eine zigarrenähnliche Stange bestehend aus einem Chinesischen Heilkraut. Beim Verbrennen erzeugt diese Wärme auf dem Körper und diese Hitze kann tief in die Akupunkturpunkte hineindringen und vertreibt somit Kälteerkrankungen und löst Blockaden auf. Moxibustion wird mit und ohne Nadeln als Therapieform verwendet.
Yin und Yang 
Die Chinesen beschreiben die sich gegenseitig ergänzenden Kräfte mit den Begriffen Yin und Yang, die im menschlichen Körper in einem stetigen Wandel neue Gleichgewichte suchen. Der Yin-Pol repräsentiert dabei Ruhendes, Kühlendes, Stoffliches, Weibliches, Mond und Erde. Der Yang-Pol steht für das Bewegte, Warme, Dynamische, Gedankliche, Männliche, die Sonne und der Himmel. Wenn Yin und Yang im Menschen im Gleichgewicht sind, ist der Mensch gesund. Dies zu erhalten ist das Ziel meiner Therapie.
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